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Magdeburg, Wasser- und Schifffahrtsdirektion Ost

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Das bestehende Gebäude in der Gerhart-Hauptmann-Straße 16 in Magdeburg wurde in den Jahren 1908 – 1910 errichtet. Die Nutzung erfolgte zunächst für die Land-Feuersozietät der Provinz Sachsen.

In den Jahren 1928/29 wurde der Westflügel und ein Teil des Südflügels errichtet, um ein geschlossenes Karree zu erzielen. 1934/35 wurde der Verbindungsbau zur Schillerstraße als Anbau ausgeführt. Durch diese Erweiterungsbauten entstand ein stadtbildprägender Verwaltungsbau in hoher architektonischer Qualität. Nach 1945 erfolgten weitere Umbauten durch die Folgenutzer (SED, Allianz), die sich im Wesentlichen auf nutzungsbedingte Einbauten (Trennwände, Kohle-bunker, …) beschränkten. Im Rahmen dieser letztgenannten Umbauten wurden statische Randbedingungen des Gebäudes nur unzureichend berücksichtigt.
Nunmehr bestand die Aufgabe das Objekt zur Nutzung durch die Wasser- und Schifffahrts-direktion Ost umzubauen. Nach den Vorgaben der denkmalpflegerischen Zielstellung und in Abstimmung mit dem Landesamt für Denkmalpflege Sachsen-Anhalt entstand hier ein Objekt wieder, welches optimale Lebens- und Arbeitsbedingungen nach den modernen Gesichtspunkten für Bürogebäude bietet. Alle notwendigen Funktionen vom Büroraum über den Konferenzraum bis zur modernen Archivierungs- und Bibliothekseinheit und auch Kantine fanden planerisch und baulich Berücksichtigung.

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Bei Nutzung der überkommenen großzügigen baulichen Strukturen unter Beachtung der zeitgenössischen Raummindestanforderungen entstand ein den Anforderungen angemessener Bau nicht ohne vertretbare Großzügigkeit. Aus funktionellen und statischen Gründen war im Bereich des Süd- und Westflügels die Auswechselung von tragenden Wänden und Decken notwendig.
Das Gebäude besteht aus dem

• Tiefkeller (Teilunterkellerung des West- und Südflügels)
• Sockel- (Keller-)geschoss
• Erdgeschoss
• 1. und 2. Obergeschoss
• teilweise (im Südflügel) ausgebautes 3. Obergeschoss

Das Gebäude wird durch 3 Treppenhäuser erschlossen, wobei in 2 Treppenhäusern (Haupttrep-penhaus im Ostflügel, Treppenhaus im Südflügel) die Treppenstufen massiv ausgebildet sind. Die Treppe im Treppenhaus des Nordflügels ist eine Holztreppe.

Die vorhandene Dacheindeckung bestand aus verschiedenen Materialien (Ziegeldeckung, Bitu-mendachbahnen). Mit der Erneuerung der Dachhaut wurden alle Ziegelflächen einheitlich mit Bibern gedeckt, einige Dachflächen erhielten eine Zinkblechdeckung. Im Dachbereich angeordnete Gaupen sind historisch überkommen und blieben erhalten. Die vorhandenen Holzfenster wurden unter Beibehaltung der äußeren Erscheinungsform erneuert.